Immergrün
die Zweige
Dankbar erinnern
an die die gestern waren
und bei uns sind
im Rad des Jahres



Der Januar ist eine Zeit des Neubeginns. Die 12 Nächte vom 24. Dezember bis zum 6. Januar verbinden das alte und das neue Jahr und schaffen so gleichzeitig Kontinuität. Am 6. Januar wird in Irland wie auch anderen Ländern Europas traditionell der Weihnachtsbaum entsorgt. Vor langer Zeit glaubten die Menschen, dass Baumgeister in dem von ihnen geschmückten Grün (Stechpalme, Efeu etc.) lebten. Das Grün wurde ins Haus gebracht, um den Baumgeistern in den harten Mittwintertagen einen sicheren Hafen zu bieten. Nach Ablauf dieser Zeit musste das Grün wieder nach draußen gebracht werden, um die Baumgeister wieder ins Land zu entlassen. Dies nicht zu tun hätte bedeutet, dass die Vegetation nicht wieder wachsen kann  und der Frühling nicht zurückkehren würde. Man glaubte auch, dass die Baumgeister Unheil im Haus anrichten würden, wenn man sie nicht wieder entließe.

Am Neujahrstag durfte in Irland früher kein Geld oder Essen das Haus verlassen, um Fülle für das neue Jahr zu garantieren. Wer in der Nacht zu Neujahr das Haus verließ, kam durch die Vordertür, musste das Haus aber durch die Hintertür verlassen, nur das brachte Glück.

Die Eibe

Laut dem keltischen Baumkalender ist dem Januar die Birke zugeordnet, die auch mit Jugend, Fruchtbarkeit und Liebe in Verbindung gebracht wird. Wir haben hier die immergrüne Eibe gewählt, eine Pflanze, die neben Friedhöfen auch häufig in frühen christlichen Klöstern gepflanzt wurde und ebenfalls als heilig galt. Auch neben Häsuern wurden gelegentlich zum Schutz Eiben gepflanzt. Sie sind immergrün und ein Symbol des ewigen Lebens. Eiben wachsen sehr langsam und werden sehr alt. Sie benötigen besondere Wachstumsbedingungen wie z.B. Kalksteinuntergrund. Im Killarney National Park gibt es noch Eibenwälder, ein sehr seltenes Phänomen, nicht nur in Irland.

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