Wind und Wolken - soulimages by Katja Liedle Fotografie



Ich erkenne
die Weisheit in den Balladen der Wolken
und schwebe

Ich lese
in den Geschichten des Wassers
und finde die Quelle

Ich höre
von den Märchen des Windes
und weiß die Sterne erzählen vom Glück


Wind - Wolken - Sterne

Wir waren Wasserleser, Wolkenleser, Windleser, Sternenleser. Von unseren Kanus aus lasen die Meereskünstler auf der Wasseroberfläche wie andere Menschen heute in der Zeitung

Horomona Horo, Maori Musiker


Wolken

Wolken im Allgemeinen sind als Hine-kapua, der Wolkenjungfrau personifiziert, aber es gibt viele weitere Personifikationen, die verschiedene Formen von Wolken darstellen. Dem Gott Tane wird manchmal zugeschrieben, die Wolken erschaffen zu haben. Wolken stellen eine Decke für Rangi den Himmelsvater dar, so wie der Erdmutter Bäume und Grün als Mantel dienen. So wurden die nackten Körper der Ureltern wie mit Gewändern bekleidet. Eine Version des Ursprungs von Wolken wird wie folgt erzählt:

"Tane bemerkte, dass sein Himmelsvater Rangi keine Decke für seinen Körper hatte, dass er völlig nackt war, ein sehr bedauernswerter Zustand. Daher sagte er zu seinem Bruder Tawhirimatea, dem Herrn der Winde: "Geh und hole die Dämpfe, die aus dem warmen Körper von Papa, der Erdmutter aufsteigen, bringe sie in den Himmel und breite sie über dem Körper unseres Vaters Rangi-nui aus, damit sie ihm als wärmende Hülle dienen." Da ging Tawhirimatea und holte Ao-tu, Ao-hore, Ao-nui, Ao-roa, Ao-pouri, Ao-tutumaiao, Ao-kapua, Ao-tauhinga, Ao-parauri und die Ao-wetuma (ao= Wolke), so heißen die Dämpfe, die durch den Schweiß von Papa, der Erdmutter während ihrer unaufhörlichen Klage und Trauer um ihren Ehemann Rangi-nui entstehen. Jene Dämpfe, die Tawhirimatea zu Rani-nui brachte um ihn zu bedecken, sind wahrlich die Wolken, die wir über uns sehen.

Eine weitere populäre Legende besagt, dass Wolken und Nebel Liebeszeichen sind, die von Papa, der Erdmutter, als Gruß an Rangi den Himmelsvater in den Himmel geschickt werden, seitdem die beiden getrennt wurden, als die Welt noch jung war.

Wind

Die vier Winde dienen auch als Säulen, um den Himmel zu stützen, seit Tane Himmel und Erde voneinander trennte, um das Licht in die Welt zu bringen. Die Legenden der Maori sagen uns, dass wir diesen Winden unser Wohlergehen und unser Leben verdanken, denn ohne sie gäbe es keine Luft zum Atmen


Wind und Wolken sind bei den Maori Überbringer von Botschaften von Menschen über weite Entfernungen, es gibt Windgesänge, Windgedichte, Windmusik.

Oh sanfter Westwind
So mild über dem Meer
Über Tawakes ferne Gipfel
Bringst Du mir zärtliche Gedanken V
on jemand Liebem, der so weit weg ist


Sterne - Der Ursprung der Zuneigung

"Mein würdiger Freund Pio teilte mir einmal mit, dass die ersten bekannten Beispiele von Zuneigung einerseits die Zuneigung der Erdmutter für ihre rebellischen Nachkommen und andererseits das freundschaftliche Gefühl der Himmelskörpern füreinander waren. Gelegentlich umarmt die Sonne ihren jungen Verwandten, den Mond, dann ist der Mond nicht mehr zu sehen und Sonne und Mond begrüßen sich. Bald darauf sagt die Sonne dem Mond, er solle an seinen eigenen Ort und zu ihren jüngeren Verwandten, den leuchtenden Sternen zurückkehren und fügt hinzu: "Lasst uns unseren jungen Verwandten immer Freundlichkeit erweisen." Dies war der Ursprung der Zuneigung, des freundlichen Gefühls, wie es in dieser Welt zu beobachten ist. Die Sonne, der Mond, die Sterne und das Hinatore (phosphoreszierendes Licht) sind Wesen, die sich immer anständig verhalten. Niemals streiten sie sich, das Böse ist unter ihnen unbekannt."


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